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Betrieblichen Abschluss "konsolidieren"

Agrar News
17.01.2014

Landwirtschaftliche Unternehmen werden immer komplexer / Wirtschaftsprüfer und Banken favorisieren "zusammengefasste" Abschlüsse

Ein konsolidierter Abschluss wird auch für die Landwirtschaft diskutiert. Dabei handelt es sich um die Zusammenfassung von Einzelbilanzen und Gewinnen sowie Verlustrechnungen von Unternehmensteilen, die zu einem Gesamtunternehmen gehören. Banken fordern ab 3 bis 5 Teilunternehmungen einen solchen Abschluss. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind heute um ein Vielfaches komplexer geworden.

Neben Wachstum in der Landwirtschaft gibt es Investitionen im Bereich erneuerbare Energien, Handel oder Dienstleistungen. Dazu findet das Ganze in komplexen rechtlichen Strukturen statt. Sowohl für den Unternehmer selbst wie auch für die Berater wird es dabei immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Ziel des konsolidierten Abschlusses ist es, einen Unternehmensverbund, wie ein Gesamtunternehmen darzustellen.

Christoph Benecke von der Nord LB erklärt, dass Betriebe sich nicht vor solchen Abschlüssen verschließen sollten, weil damit die Attraktivität gegenüber den Banken erheblich gesteigert und die Vorraussetzungen für eine Kreditvergabe verbessert würden. Neben einer höheren Attraktivität der Unternehmen mit einem solchen Abschluss sei auch die Verhandlungsposition gegenüber der Bank und das Rating verbessert.

Steuerberater weisen darauf hin, dass es im Vorfeld wichtig ist, den Konsolidierungskreis festzulegen. Außerdem sollten die Bilanzstichtage vereinheitlicht und ein einheitlicher landwirtschaftlicher Kontenrahmen verwendet werden. Schritte des Konsolidierungsprozesses fangen, nach Steuerberater Dr. Hermann Spils ad Wilken, bei der Festlegung eines Mutterunternehmens und der beteiligten Personen an und müssten dann je nach Unternehmensform unterschiedlich durchgeführt werden. Wer sich vor diesen Mühen nicht scheut, verbessert die betriebliche Transparenz nicht nur gegenüber den Banken.