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Ackerbau und Veredlung legen im Einkommen zu

Agrar News
17.02.2014

Neuer Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) / Milchvieherzeuger halten rote Laterne

Die betrieblichen Erträge sind im Durchschnitt aller Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2012/13 um 5,7 Prozent gestiegen. Das geht aus dem gerade veröffentlichten Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor.

Haupterwerbsbetriebe mit Schwerpunkt Ackerbau konnten ihre Erträge aus Getreide-, Raps- und Kartoffelanbau gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel steigern. Das durchschnittliche Unternehmensergebnis von 95.700 Euro ist um rund die Hälfte (52 Prozent) gewachsen.

Ertragszuwächse im Zuckerrübenanbau

Ertragszuwächse von vier bis sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Ferkelerzeugung, die Schweine- und Rindermast sowie der Zuckerrübenanbau.

Lediglich bei Milch viel das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2012/13 schlechter aus als im Jahr zuvor. Mit einem Unternehmensergebnis von rund 52 300 Euro haben deutsche Milchviehhalter im Durchschnitt 14 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor verdient.

Futter- und Pflanzenschutzmittel teurer

Auf der anderen Seite sind betriebliche Aufwendungen für Futtermittel, Pflanzenschutzmittel und vor allem Personal im letzten Wirtschaftsjahr um gut fünf Prozent gestiegen. Die höheren Personalaufwendungen werden auf den steigenden Anteil der Fremdarbeitskräfte in der Landwirtschaft zurückgeführt.

Weniger Subventionen

Staatliche Zuschüsse sind im vergangenen Jahr um fast sechs Prozent zurückgegangen, weil die EU-Prämien weiter gekürzt wurden. Durch den Wegfall des Grünlandmilchprogramms sind auch hier Milchviehbetriebe betroffen.

Von 283 ausgewerteten Haupterwerbsbetrieben des ökologischen Landbaus sind 70 Prozent Milchviehbetriebe. Hier sind die Erträge im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gestiegen und die Aufwendungen um ein Prozent. Das Unternehmensergebnis ist 2012/13 um sieben Prozent auf 66.100 Euro durchschnittlich gestiegen. Zahlungen für Agrarumweltmaßnahmen und Flächenprämien belaufen sich für Ökobetriebe auf 18.600 Euro. Konventionelle Haupterwerbsbetriebe erhalten durchschnittlich 2.900 Euro pro Betrieb.

Brigitte Braun-Michels