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Zuckerrüben in der Feldmiete

Aktuelles Zuckerrüben
11.11.2014

Worauf ist bei der Zuckerrübenlagerung zu achten?

2014 brachte den Zuckerrübenanbauern sehr gute Erträge und Zuckergehalte. Die Zuckerrübenernte ist nun bald abgeschlossen. Durch das warme Herbstwetter waren die Erntebedingungen überwiegend gut. Doch genau diese hohen Temperaturen können für die Lagerung in der Zuckerrübenmiete zum Problem werden, da die Gefahr von Zuckerverlusten droht.

In den ersten Tagen wird Zucker zur Wundheilung am Köpfschnitt und weiteren Verletzungen abgebaut. Danach bauen Mikroorganismen den Zucker zu ihrer eigenen Energieversorgung ab. Besonders hoch ist der Abbau, wenn eine Temperatursumme von 270 °C (Tagesmittelwerte > 0° C aufsummiert) bei der Langzeitlagerung erreicht wird. Dazu ist in der Praxis einiges an Fingerspitzengefühl bei der Terminierung von Ernte, Lagerung, Abfuhr und Anlieferung notwendig.

Nachfolgend einige Tipps zur Zuckerrübenernte und Anlage von Feldmieten:

  • Rodequalität beim Roden kontrollieren. Köpfverluste beurteilen und gegebenenfalls in der Fahrgeschwindigkeit, Köpfer- und Schleglereinstellung oder Rüttelgeschwindigkeit nachjustieren;
  • Geeigneten Mietenplatz auswählen: nicht in Senken, unter Baumreihen oder unter Stromleitungen, möglichst parallel zum befestigten Weg, Abstand zum Weg je nach Verladetechnik von 2 m beim selbstfahrenden Reinigungslader bis zu 10 Meter bei einem Reinigungsband;
  • Mietenform so hoch wie aus Frostgründen nötig, Mindestbreite Lademaus 1,0 m, Mietenhöhe 2-3,5 m
  • Vollständiges Abdecken mit Flies, glatte Mieten frieren weniger, Mieten bei Frostgefahr nicht hochschieben, da sonst Bruchverluste drohen, Mietenlänge passend zur Vlieslänge;
  • Beim Abbunkern auf die Bodenbelastung achten: volle Beladung, kurze Wege, wenig rangieren, Rüben möglichst nicht fallen lassen;
  • Lagerung optimieren: Zuckerverlust bei optimaler Lagerung etwa 100 g je t Rüben und Lagerungstag. Je weniger Verletzungen, umso mehr Zuckergehalt, Rodetermin und Liefertermin aufeinander abstimmen, damit die Temperatursumme von 270 °C nicht erreicht wird;
  • Geeignete Abdeckung oder Kombination aus Vlies (guter Luftaustausch und Nässeschutz), Folie (guter Nässe- und Frostschutz) und Jupette (doppelte Abdeckung am Mietenfuß gegen Kälteeinzug) wählen;
  • Abdecken der Zuckerrüben spätestens drei Tage nach dem Roden, wenn diese abgetrocknet und ausgekühlt sind, auf jeden Fall vor drohendem Frost und bei langanhaltenden Niederschlägen.

 
Angelika Sontheimer
 

Weitere Informationen zu den Zuckerrübensorten von Syngenta:
Bewährtes Sortenangebot für Höchsterträge