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Die optimale Zuckerrübenaussaat

Aktuelles Zuckerrüben
02.04.2014

Worauf bei der Zuckerrübenaussaat zu achten ist.

Wie bei jeder anderen Kultur müssen auch bei Zuckerrüben Saatbettvorbereitung, Aussaattermin und Aussaatstärke sowie die für den jeweiligen Standort passende Sorte aufeinander abgestimmt sein, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Im folgenden die wichtigsten Kriterien für einen gleichmäßigen Rübenbestand mit guter Unkrautunterdrückung:

  • Der Boden muss tragfähig sein. Die Spatenprobe zeigt an, ob der Boden im Saathorizont genügend abgetrocknet ist, der Unterboden aber genügend Feuchtigkeit und Kapillarität für die Keimwurzeln hat.
  • Zu nasse Aussaat führt zu Strukturschäden und ungleichmäßigem Auflaufen.
  • Zuckerrüben danken eine tiefe Grundbodenbearbeitung im Herbst und eine flache Saatbettbereitung im Frühjahr.
  • Auf sandigen Böden kann bis zu 25 cm tief gelockert werden, auf Lehmböden 15 bis 20 cm.
  • Wenn gepflügt wurde, neigen allerdings besonders lehmige und tonhaltige Böden zu Verschlämmungen, die zu verzögertem Auflaufen führen.
  • Zwischenfruchtreste müssen gut zerkleinert und soweit abgetrocknet sein, dass sie knistern.
  • Das Saatbett muss rückverfestigt (trägt zur Schneckenbekämpfung bei) und möglichst eben sein, damit der Roder später gleichmäßig köpfen kann.
  • Die ideale Ablagetiefe beträgt 2 bis 3 cm. In diesem Jahr ist allerdings vielerorts ein hoher Besatz an Mäusen zu beobachten, die bei einer zu flachen Saat die Rübenpillen fressen. Greifvogel-Sitzstangen tragen zur Mäusebekämpfung bei, auch Ablenkfütterungen erfüllen ihren Zweck.
  • Breite Reifen mit einem optimalen Luftdruck unter 1 bar verringern den Bodendruck.
  • Die Drillmaschine muss vor der Saat auf Abnutzungen an den Scharen und Zellrädern sowie Verschleißteile wie Lager und Ketten kontrolliert werden. Die Einstellung der vor- und nachlaufenden Werkzeuge muss ebenfalls überprüft werden.
  • Bei der Aussaat auf eine angepasste Fahrgeschwindigkeit achten, bei Sämaschinen mit außenbefüllten Zellrädern bis 5,5 km/h, bei innenbefüllten Zellrädern bis 7 km/h, damit die Pillen nicht verrollen.
  • Standortgerechter Pflanzenschutz: Je nach Witterung und Unkrautdruck müssen die boden- und blattaktiven Herbizide im Nachauflauf variiert werden. Bei der Mulchsaat kann die Wirkung von Bodenherbiziden vermindert sein. Besonders konkurrenzstarke Unkräuter sind beispielsweise Ausfallraps, Weißer Gänsefuß, Kamille, Klettenlabkraut, Knöterich oder Ackerkratzdistel. Der optimale Anwendungstermin ist das Keimblattstadium der Unkräuter.

Angelika Sontheimer