Integrierter Pflanzenschutz in Poinsettien | Syngenta

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Integrierter Pflanzenschutz in Poinsettien

Aktuelles Zierpflanzen
03.08.2021

 

Der Poinsettien-Kulturzyklus ist in drei Phasen unterteilt, die Jungpflanzenphase, das vegetative Wachstum und die Blüteninduktion mit der Brakteen-Entwicklung. In der Jungpflanzenphase liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Kultur so sauber wie möglich zu beginnen.

 

Vorsicht vor Wurzelkrankheiten!

Bei höheren Temperaturen in Verbindung mit hoher Substratfeuchte entsteht leicht Pythium in Verbindung mit Phytophthora. Gleichmäßiges Gießen und frühzeitiges Schattieren in den ersten Kulturwochen hilft den Jungpflanzen, sich zu etablieren und fördert einen gleichmäßigen Austrieb. Tritt Pythium auf, sollten befallene Pflanzen aussortiert und der Bestand mit  Fonganil®* Gold 0,013% behandelt werden.

Detailierte Informationen zum Einsatz finden Sie hier: Produkteseite Fonganil Gold

 

(*Zulassung nach Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 i. V. m. § 29 PflSchG – ausschließlich für das Inverkehrbringen und die Anwendung gegen Pythium sp. an Zierpflanzen in Topfkultur im Gewächshaus. Gültig für 120 Tage – vom 8. Juni bis 5. Oktober 2021).

 


 

Jetzt auf Thripse achten!

Aus Vorkulturen verbliebene Thripse gefährden durch ihre Folgegenerationen die frisch getopften Jungpflanzen. Zur Zeit der Getreideernte können zudem Thrips tabaci kontinuierlich ins Gewächshaus  einfliegen. Diese vermehren sich zwar nicht im Poinsettien-Bestand, saugen aber im Gewebe der jungen Triebknospen, die dann nach dem Stutzen verkrüppeln und mit Laubdeformationen austreiben. Der Schaden wird meist zu spät erkannt. Blautafeln erleichtern das Monitoring von Thripsen im Bestand. Bei beginnendem Befall kann Mainspring® (0,10 kg/ha) in Mischung mit dem flüssigen Mehrfachzucker Verduca1 (0,125%) gegen Thripse zweimal innerhalb 7 Tage eingesetzt werden. Mainspring ist raubmilben-schonend eingestuft und kann mit der Schlupfwespe Eretmocerus eremicus im Rahmen der Bekämpfung der Weißen Fliege kombiniert werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Produkteseite Mainspring

 


 

Mit dem Hemmen beginnen!

Die meisten Poinsettien-Sorten sind stark wachsend, durch Hemmstoffbehandlungen wird eine gute Blattgarnierung im unteren Bereich gefördert und die Gefahr von Triebbruch verringert.
Die erste Hemmbehandlung kurz nach dem Stutzen kann mit Primo Maxx®* II (2,4 l/ha in 1000 l Wasser/ha) erfolgen. Dies fördert den Austrieb und die Verzweigung. Primo Maxx II sollte in roten Sorten nur bis max. 3 Wochen vor dem Kurztag angewendet wenden, sonst verblasst die rote Brakteenfarbe. Danach kann, abhängig vom Zuwachs, ein- bis zweimal wöchentlich Bonzi® appliziert werden. Die Wirkung ist schnell erkennbar und hält mehrere Tage an. Durch diese Spritzfolge wird ein homogener Pflanzenaufbau erzielt.

Empfohlene Aufwandmengen von Bonzi je nach Wuchstyp:

Schwach – bis mittelstark wachsende Sorten:
0,25–1,0 l/ha in 1000–2000 l Wasser/ha (100–200 ml Wasser/m²)

Starkwachsende Sorten:
0,50–1,5 l/ha in 1000–2000 l Wasser/ha (100–200 ml Wasser/m²)

Wichtig: Um die Brakteengröße nicht zu beeinflussen, darf Bonzi nach der ersten Kurztagswoche nicht mehr eingesetzt werden.

Mehr Informationen zu Bonzi und Primo maxx II finden Sie hier: Produkteseite Bonzi und Produkteseite Primo Maxx II
 

1 registrierte Ware der Firma BIOFA. *Genehmigung in Zierpflanzen nach Artikel 51.