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Ermitteln Sie jetzt die Käfer-Befallssituation im Winterraps

Aktuelles Raps
27.03.2015

Gelbschalen zur Käferkontrolle im Raps aufstellen

Seit der Rapsaussaat im Herbst sind keine Neonikotinoide mehr zur Saatgutbeizung zugelassen. Schädlinge breiten sich nun aus.

Der Rapserdfloh tritt vielerorts auf. Seine Larven fressen an den Blattstielen und Stängeln der Rapspflanzen und schaffen so Eintrittsöffnungen für Krankheiten. Auch der Große Rapsstängelrüssler und der Gefleckte Kohltriebrüssler fliegen wieder ab Bodentemperaturen von 5 °C und Lufttemperaturen ab 12 °C. Man erkennt den Großen Rapsstängelrüssler an seinen schwarzen Füßen, der kleinere Gefleckte Kohltriebrüssler hat rotbraune Füße und einen hellen Fleck auf dem Rücken. Der Rapsglanzkäfer fliegt zwar jetzt auch schon, tritt aber erst bei Temperaturen um die 20 °C massenhaft auf.

Käfer fliegen in den Rapsbestand ein

Der Große Rapsstängelrüssler braucht nur einen kurzen Reifungsfraß bis zur Eiablage. Seine Bekämpfungsschwelle liegt bei >5 Käfer pro Gelbschale mit Abdeckung in 3 Tagen. Der Gefleckte Kohltriebrüssler fliegt jetzt ebenfalls aus seinen Winterquartieren an Heckenrändern und Waldsäumen. Sein Reifungsfraß dauert meist etwas länger, weil er nur bei Tagestemperaturen über 12 °C aktiv ist. Seine Bekämpfungsschwelle beträgt ebenfalls >5 Käfer pro Gelbschale mit Abdeckung in 3 Tagen. 

Gelbschalen zur Kontrolle des Anflugs

Um die Befallssituation an diesen Schädlingen zu ermitteln, sollten deswegen zu Vegetationsbeginn wieder Gelbschalen aufgestellt werden. Sie dokumentieren den ersten Anflug der Käfer und ihre Flugaktivität. Die Gelbschalen sollten über das gesamte Feld verteilt werden. Sie werden mit Wasser gefüllt, in das ein paar Tropfen Spülmittel gegeben werden, um die Oberflächenspannung herabzusetzen. Bei der Kontrolle alle drei bis vier Tage muss gegebenenfalls das Wasser nachgefüllt werden. Die Lockwirkung lässt sich durch Zugabe von glucosinolat-haltigem Rapsschrot erhöhen. Damit keine Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge ertrinken, sollte ein 6-mm-Drahtnetz über die Schale gespannt werden.

Zusätzliche Kontrolle durch Aufschneiden und Ausschütteln

Zusätzlich zur Aufstellung der Gelbschalen lohnt es sich, den Bestand nach Fraßschäden durch Aufschneiden der Stängel zu kontrollieren oder einzelne Rapspflanzen auszuschütteln, um die Käfer zu zählen. Danach können Sie die Entscheidung treffen, ob eine Behandlung notwendig ist.

Angelika Sontheimer

Weitere Informationen zur Bekämpfung von Schädlingen in Raps:

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