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Welche Vorteile hat die mineralische Unterfußdüngung im Mais?

Aktuelles Mais
18.04.2015

Mais reagiert sehr sensibel auf Nährstoffmangel in der Jugendphase. Die Unterfußdüngung bringt die wichtigsten Nährstoffe direkt an den Ort des Geschehens.

Da der Mais besonders unter kalten Anfangsbedingungen eine verhältnismäßig langsame Jugendentwicklung mit relativ geringem Nährstoffaneignungsvermögen hat, verhilft eine mineralische Unterfußdüngung mit Stickstoff und Phosphor zum Beispiel über einen Düngereinleger an der Einzelkorndrillmaschine dem Mais zu einem besseren Start. Dieser dankt es durch spätere Mehrerträge.

Mineralischer Stickstoff, Phospor und Magnesium-Gabe

Im Normalfall werden Stickstoff und Phosphor als Diammonphosphat während des Drillens etwa 5 cm unter dem Saathorizont abgelegt. Beim Stickstoff sind 15–30 kg N/ha üblich. Magnesium und Schwefel können beispielsweise als wasserlösliches Kieserit (MgSO4) gedüngt werden. Idealerweise beträgt das K:Mg-Verhältnis in der Bodenlösung 2:1. Bei starker Kali-Zufuhr gerät Magnesium schnell ins Defizit, bei einem weiten K:Mg-Verhältnis sollte deswegen immer Magnesium zusätzlich gedüngt werden.

Phospat wird sowohl in Böden mit pH-Werten unter 5,5 als auch über 7,0 leicht fixiert und ist dann nicht mehr löslich. Die Bodenstruktur hat ebenfalls Auswirkungen auf die Verfügbarkeit des Phosphats. Leicht lösliches Phosphat direkt an der Wurzel der Maispflanze verbessert die P-Aufnahme. Dabei ist nicht zuletzt aufgrund der Düngeverordnung darauf zu achten, dass langfristig keine Phosphatanreicherung im Boden erfolgt. Bei Bodengehalten über 25 mg P2O5 ist keine P-Unterfußdüngung notwendig. Generell ist der Nährstoffbedarf auf leichten, humusarmen Sandböden aufgrund des schlechteren Nährstoffaneignungsvermögen höher als auf schweren Tonböden.

Organische Unterfußdüngung mit Gülle

Neben der mineralischen Unterfußdüngung wird heute vermehrt auch eine Unterfußdüngung mit Gülle durchgeführt und dabei die bodenschonende Strip-Till-Technik verwendet. Das hat für viehstarke Betriebe den Vorteil, dass sie die Grundnährstoffe P und K nicht mineralisch zukaufen müssen und der eingesparte Mineraldünger die betriebliche N- und P-Bilanz entlastet. Wenn das Gülledepot unter der Maisreihe mit einem Nitrifikationshemmer versehen ist, kann unter Umständen sogar auf die mineralische Stickstoffgabe verzichtet werden. Der Nitrifikationshemmer senkt die N-Verluste und fördert zusätzlich die Mangan- und Zinkaufnahme. 

Gülleinjektion bringt verbesserte Nährstoffausnutzung

Die mineralische NP-Unterfußdüngung bei Mais zur Saat hat sich bewährt. Ab dem 6-Blatt-Stadium sollten ergänzende N-Gaben erfolgen, speziell bei Drahtwurmbefall empfiehlt sich Kalkstickstoff. Die Unterfußdüngung mit Phosphat ist umso wichtiger, je mehr der Boden zur P-Fixierung neigt. Insbesondere bei einem weiten K:Mg-Verhältnis muss auch Magnesium gedüngt werden. Auch die Gülleinjektion bringt eine verbesserte Nährstoffausnutzung und hat positive Effekte auf den Klima- und Wasserschutz. Es ist aber immer darauf zu achten, dass keine Bodenstrukturschäden erzeugt werden (Breitreifen verwenden, Reifendruck anpassen). Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Keimwurzeln den Düngehorizont erreichen (maximal 7 cm unterhalb der Ablegetiefe der Maiskörner.

Angelika Sontheimer

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