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Maisaussaat: Noch ein wenig in Geduld üben

Aktuelles Mais
27.03.2014

Mais verträgt keine Temperatur-Schwankungen

Auch wenn es jetzt den einen oder anderen Landwirt schon reizt, den ersten Mais in die Erde zu bringen: Es ist Vorsicht geboten. Bis weit in den April müssen in vielen Regionen Nachtfröste einkalkuliert werden. Derartige Temperatur-Schwankungen schmecken dem Mais nicht. Korn und Keimling reagieren sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen.

Wie das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) berichtet, benötigt der Mais Bodentemperaturen von mindestens 8 °C, um optimal auflaufen zu können. Im Osten des Landes wird dieser Wert vielfach schon jetzt erreicht. In fast allen anderen Regionen liegen die Bodentemperaturen in fünf Zentimeter Tiefe um 5 °C.

Saatbett gut durchlüften
Das Saatbett sollte gut durchlüftet sein und eine gute Wasserleitfähigkeit aufweisen. Die Bearbeitungstiefe entspricht in etwa der späteren Ablagetiefe der Maiskörner. Sie liegt zwischen vier Zentimetern an guten Standorten und sechs Zentimetern bei leichten Böden. Das Saatbett darf nicht zu feinkrümelig sein, um eventuellen Verschlämmungen nach Regenfällen vorzubeugen.

Mehr Körner bringen keinen Mehr-Ertrag
Die Aussaatstärke ist abhängig von der später gewünschten Bestandesdichte, von der Sorte und vor allem vom Standort. Mehr Körner in den Boden zu bringen, verspricht keineswegs mehr Ertrag. Denn vor allem an Standorten, die zu Trockenstress neigen, können sich höhere Bestandesdichten von bis zu 13 Pflanzen je Quadratmeter negativ auf den Ertrag auswirken. Zwar ließen sich bei günstigen Bedingungen mit hohen Bestandesdichten auch höhere Erträge erzielen, doch der Mehrertrag deckt nur selten die höheren Saatgutkosten. Bei der Aussaat selbst rät das DMK zu regelmäßiger Kontrolle. Die Ablagetiefe der Körner und ihr Abstand in der Reihe sollten immer wieder nachgemessen werden, damit Fehler in der Einstellung der Sämaschine oder in der Berechnung frühzeitig korrigiert werden können.

Das DMK bietet auf seiner Internetseite unter www.dmk.mobi einen Saatgutbedarfs- und Bestandesdichtenrechner an.