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Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Fusarien

Aktuelles Getreide
12.06.2014

Fusarium-Befall und Mycotoxin-Belastung von Getreide

Die Fusarium-Toxine Zearalenon (ZEA), und Deoxinivalenol (DON) befallen Weizen, Mais, Hafer und Gerste. Mutterkorn befällt alle Getreidearten, besonders Roggen und Triticale sowie Gräser. Das Getreide ist dann mycotoxinbelastet, der Ertrag sinkt.

Im Futtergetreide führen die Pilzgifte zu Fruchtbarkeitsstörungen, Aborten, Durchfällen, Leberbelastung und nervösen Störungen. Mit Fusarien hoch kontaminiertes Futter sollte nicht mehr verfüttert werden. Zur Zunahme der Fusarium-Belastung führen zum Beispiel:

  • Enge Fruchtfolgen mit einem hohen Maisanteil
  • Pfluglose Bodenbearbeitung
  • Anfällige Sorten
     

Vorfrucht und Bodenbearbeitung
Fusarium-Pilze finden sich an organischen Pflanzenteilen und Ernteresten wie Stroh und Stoppeln. Da sich Maisstoppeln besonders bei der Mulchsaat lange halten, verbirgt sich hier ein großes Infektionsrisiko. Die intensive Zerkleinerung der Stoppeln reduziert das Infektionsrisiko. Je kleiner die Erntereste, umso schneller die Zersetzung. Die wendende Bodenbearbeitung mit dem Pflug minimiert die Fusarium-Belastung.

Sortenwahl und Fungizid-Spritzung
Meist gilt der Grundsatz: Je mehr Ertrag, umso anfälliger ist die Sorte gegen Ähren-Fusarium. Wenn die Wahl auf eine solche ertragsstarke, aber anfällige Sorte fällt, muss die Fusarium-Anfälligkeit bei der Wahl der Fungizid-Strategie berücksichtigt werden. Die Ährenspritzung ist dann Pflicht.

Bei Frühsommertrockenheit kommt es kaum die Fusarium-Befall. Nasse Witterung mit 15 mm Niederschlägen und hohe Temperaturen im Mai und Juni zum Zeitpunkt des Ährenschiebens und in der Blüte lassen die Sporenbildung am Boden ansteigen. Sobald die Sporenmenge ausreicht, werden die Ähren infiziert. Der beste Zeitpunkt für die Fungizid-Behandlung ist die beginnende Vollblüte, wenn die Antheren austreten. Die Entscheidung für die Fungizid-Maßnahme und die Wahl des richtigen Fungizids muss immer in die betriebliche Gesamtstrategie eingebunden werden.

Angelika Sontheimer
 

Weitere Informationen zum Schutz des Getreides vor Fusarien:
Gesunde Pflanzen von Anfang an. Schützen Sie Ihr Getreide mit einer Beizung vor pilzlichen Krankheiten.

Eine gute Fusarium-Wirkung hat der Wirkstoff Tebuconazol. Setzen Sie 0,5 l/ha Taspa + 1,0 l/ha Azol gegen alle wichtigen Ährenkrankheiten inklusive Fusarium ein.

Taspa 62.49 kb