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Das BeratungsCenter rät: Herbizid-Resistenzen entschlossen begegnen

Aktuelles Getreide
18.03.2013

Jüngste Studien belegen, dass die Resistenz von Ackerfuchsschwanz und Windhalm gegen eine Vielzahl von in der Praxis breit eingesetzten Wirkstoffen weiter fortschreitet.

Ackerbautechnische Maßnahmen und Herbizid-Management können nur gemeinsam Resistenzen nachhaltig verzögern:

  • Vor dem Sichtbarwerden von Wirkungsverlusten beginnen
  • Nicht nur auf Einzelstandorte begrenzt bleiben
  • Ungrasdruck kann auf bis zu 97 Prozent reduziert werden:
    • Bodenbearbeitung mit dem Pflug (25% Reduktion)
    • Aussaat in ein abgesetztes Saatbett (56% Reduktion)
    • Spätere Aussaat (13% Reduktion)
    • Erhöhung der Saatdichte (3 bis 5% Reduktion)
  • Optimieren des Herbizid-Managements:
    • echter Wechsel der Wirkstoffgruppe in der Fruchtfolge
    • optimierte Ausbringung mit
    • vollen Aufwandmengen
       

Die fortschreitende Herbizid-Resistenz ist ein ökonomisches Problem:

  • Unkrautbekämpfung wird teurer, weil mehrere Herbizidanwendungen mit hochwertigeren Herbiziden notwendig werden
  • Anbauverfahren werden aufwändiger (Fruchtfolge, intensivere Bodenbearbeitung)
  • Erträge reduzieren sich durch Konkurrenzdruck
  • Anbau von ökonomisch relevanten Kulturen steht infrage und Wert von betroffenen Ackerflächen sinkt
     

Resistenzen kosten bis zu 100 Mio. €

Nach jüngsten Schätzungen wird in Deutschland beim Ackerfuchsschwanz von 200 000 bis 250 000 ha und beim Windhalm von 100 000 bis 150 000 ha betroffener Resistenzfläche ausgegangen. Die Kosten für zusätzliche Herbizide und Herbizidanwendungen beträgt etwa 15 bis 25 Mio. €. Die geschätzten Ernteverluste aufgrund von Resistenz betragen 300 000 bis 600 000 Tonnen. Somit lässt sich der monetäre Verlust aufgrund von Resistenzen auf bis zu 100 Mio. € veranschlagen. Bei Windhalm schreitet besonders die Sulfonylharnstoff-Resistenz weiter fort. In den östlichen Bundesländern ist inzwischen jede zweite bis dritte Probe resistent.

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Traxos 82.83 kb