You are here

Share page with AddThis

Actellic 50 gegen Vorratsschädlinge des Getreides einsetzen

Aktuelles Getreide
08.07.2014

Erste Ernteeinschätzung 2014 des Deutschen Bauernverbandes (DBV)

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat Anfang dieser Woche Stellung zum diesjährigen Verlauf der Getreideernte genommen.

Der Verband rechnet in dieser Saison für Deutschland mit einer Getreideernte von 48 Mio. t (Vorjahr VJ 47,8 Mio. t). Lediglich die Monate März und April waren für die Vegetation kritisch. Aufgrund geringer Niederschläge war die Bodenfeuchte Anfang April so gering wie zuletzt 1962. Der einsetzende Regen im Mai ist im Süden teilweise sehr gering ausgefallen. Aus diesem Grund wird vermutet, dass in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Getreideernte unterdurchschnittlich ausfällt.

Wintergerste wurde auf 1,2 Mio. ha ausgesät. Bei geschätzten 7 t Durchschnittsertrag pro Hektar wird mit einer gesamtdeutschen Wintergerstenernte von 8,7 Mio. t gerechnet.

Winterweizen wurde auf 3,15 Mio. ha angebaut. Im Süden wird auch hier durch Trockenstress und fehlendem Wasser zur ertragsbildenden Kornfüllungsphase mit verminderten Erträgen gerechnet. Bei geschätzten 8 Mio. t Durchschnittsertrag pro Hektar wird eine gesamtdeutsche Winterweizenernte von 25 Mio. t angenommen.

Die Anbaufläche von Winterroggen ist um 20 Prozent auf 631.000 ha zurückgegangen. Bei Durchschnittserträgen von 6 t pro Hektar wird die Erntemenge deutlich reduziert auf insgesamt 3,7 Mio. t.

Winterraps hat in der Blütephase (April) von günstigen Witterungsbedingungen profitiert. Mit 1,4 Mio. ha Anbaufläche und einem geschätzten Ertrag von 4 t pro Hektar liegt die Erntemenge hier bei rund 5,7 Mio. t.

Der Präsident des DBV, Joachim Ruckwied, geht unter Bezug auf Schätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums davon aus, dass mit 702 Mio. t Weizen der weltweite Bedarf gerade gedeckt werden kann. Bei einer Maisernte von 981 Mio. t können die weltweiten Lagerbestände hingegen deutlich aufgestockt werden. Auch in der EU werden gute Ernten erwartet. Preisdruck sei vorprogrammiert.

Brigitte Braun-Michels
 

Wie wirken sich die Ernteschätzungen in den USA und in der EU auf die Preise aus?
Lesen Sie dazu in der Rubrik Markt und Meinungen den aktuellen Beitrag Ölsaatenpreise laufen in die Talsohle.