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Schlechteste Kartoffelernte in Bayern seit fast 70 Jahren

Agrar News
01.10.2013

Folge der ungünstigen Witterung

Aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse wird es 2013 in Bayern voraussichtlich eine Kartoffelernte von nur 1,35 Mio. t geben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, ist dies die bisher niedrigste Erntemenge der Nachkriegszeit. Sie liegt um fast 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre. Als Durchschnittsertrag werden lediglich 310 dt/ha erwartet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um rund 31 Prozent.

Langfristig betrachtet wurde die mit Kartoffeln bestellte Ackerfläche auf heute 43 700 ha deutlich reduziert. So hat sich die Kartoffelfläche in den 30 Jahren seit 1983 nahezu halbiert und seit dem Höchststand im Jahr 1954 mit fast 321 000 ha ist sie um gut 86 Prozent gesunken. In Bayern werden hauptsächlich die ertragsstärkeren mittelfrühen und späten Sorten angebaut. Grund für den niedrigen Ertrag sind die für den Kartoffelanbau in diesem Jahr äußerst ungünstigen Witterungsbedingungen.

Innerhalb Deutschlands ist Bayern hinter Niedersachsen das zweitwichtigste Kartoffelanbauland. Rund 18 Prozent des Kartoffelanbaus erfolgte 2013 im Freistaat, der Anteil an der Erntemenge wird voraussichtlich bei knapp 15 Prozent liegen.

Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung