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Neonikotinoid-Verbot spaltet Meinung deutscher Landwirte

Agrar News
02.09.2013

Ein Großteil der deutschen Landwirte rechnet im Zuge des bevorstehenden Neonikotinoid-Verbots mit einem erheblichen Einfluss auf das zukünftige Pflanzenschutzmanagement.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Agrarmarktforschungsinstituts Kleffmann Group unter 839 deutschen Landwirten.

Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer (45 Prozent) glaubt, dass das Verbot des Einsatzes von Neonikotinoiden einen sehr großen bis großen Einfluss auf ihr zukünftiges Pflanzenschutzmanagement haben wird. Die Auswirkungen auf die Sortenwahl werden jedoch als gering eingestuft. 16 Prozent rechnen mit keinerlei Folgen für das Anbauverhalten.

p>Die EU-Kommission hat Ende April dieses Jahres ein Verbot für drei umstrittene Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Chlothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam erlassen, nachdem auf Ebene der EU-Staaten zuvor keine Einigung erzielt werden konnte. Diese Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide stehen im Verdacht, Bienen zu gefährden und dürfen laut Beschluss ab dem 1. Dezember 2013 nicht mehr eingesetzt werden. Von den Landwirten befürworten rund ein Viertel (24 Prozent) den Erlass. Hingegen bewertet eine ebenso große Anzahl an Befragten mit 25 Prozent das Verbot als überhaupt nicht sinnvoll.