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Mitarbeiter richtig beurteilen

Agrar News
25.06.2014

Besonders für Auszubildende ist die Standortanalyse wichtig

Die Beurteilung von Mitarbeitern ist eine „Daueraufgabe“ für Betriebsleiter. Sie dient sowohl dem Vorgesetzten, als auch dem Mitarbeiter zur Orientierung.

Gut durchgeführt können Beurteilungsgespräche für Mitarbeiter motivierend und leistungsfördernd sein. Fehlerhaft eingesetzt können sie zu Frustration und Leistungsabbau führen. Besonders für Auszubildende sind Beurteilungsgespräche wichtig und dienen der Standortanalyse. Wo steht der Auszubildende? Was kann er schon? Was muss noch verbessert werden? Wie sollte es sein und was muss getan werden, um bestehende Defizite auszugleichen?

Bei der Mitarbeiterbeurteilung geht es um drei Bereiche.

Die Leistungsbeurteilung

Welche Leistungen (berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse) wurden erbracht? Auf welche Art und Weise wurde das Ziel erreicht? Für Auszubildende: Motivation, Lernfortschritte und Lernschwierigkeiten.

Die Potenzialbeurteilung

Die Eignung des Mitarbeiters für zukünftige Aufgaben und die Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung werden eingeschätzt.

Die Persönlichkeitsbeurteilung

Diese findet in der Praxis weniger Anwendung, da kein Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit erwiesen ist. Nachwuchsprogramme für Führungskräfte beziehen jedoch meist solche Aspekte mit „psychologischer Hilfe“ ein. Für Auszubildende sollte das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und anderen Mitarbeitern reflektiert werden. Auch Konflikte und Schwierigkeiten des Auszubildenden im Betrieb sollten thematisiert werden. Privates Verhalten ist hingegen nicht Gegenstand der Ausbildung!

Rahmenbedingungen des Gesprächs

Beurteilungsgespräche sollten zum gleichen Zeitpunkt, nach gleichen Spielregeln, nach gleichen Kriterien und möglichst gleichem Wissen- und Leistungsstandard der Beurteiler durchgeführt werden. Für fest angestellte Mitarbeiter ist ein jährlicher Rhythmus ausreichend. Bei Auszubildenden sollte das Gespräch an folgenden Weggabelungen geführt werden:

  • Einen Monat vor Ende der Probezeit. Es geht um die Frage, ob Unternehmen und Azubi zusammenpassen;
  • Am Ende jedes Ausbildungsabschnittes;
  • Spätestens drei Monate vor Ende der Ausbildung. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Auszubildende übernommen wird oder sich anderweitig bewerben sollte.

Brigitte Braun-Michels
 

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