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Maisanbau wird weiter ausgedehnt

Agrar News
17.01.2014

Fruchtfolge muss angepasst werden / Politischer Deckel führt zu alternativen Überlegungen

Der Maisanbau in Deutschland verzeichnet einen kontinuierlichen Flächenzuwachs. Während im Jahr 2001 noch 1,5 Mio. ha Mais angebaut wurden, waren es im Jahr 2012 rd. 2,5 Mio. ha. Der Anteil der Silomaisfläche beträgt etwa 2,1 Mio. ha. Die Körnermaisfläche bewegt sich in den letzten 10 Jahren relativ konstant zwischen 0,4 bis 0,5 Mio. ha.

Wie Udo Böhme, Vorstand der Methauer Agro AG, im Rahmen der DLG-Wintertagung diese Woche beschrieben hat, wird Mais von Erzeugern als wichtiger Energiespender in der Rinderfütterung favorisiert. Außerdem bleiben Biogasanlagen eine lukrative Abnahmequelle für Silomais.

Mit dem Anbauzuwachs haben sich zunehmend Probleme mit dem Maiszünzler eingestellt, denen man am ehesten durch eine angepasste Fruchtfolge und Bodenbearbeitung begegnen kann. Josef Parzefall von der N.U. Agrar schlägt dazu vor, die Bodenbearbeitung und Lockerung nur bei trockenen Bedingungen durchzuführen. Organischer Dünger würde am besten durch Zwischenfrüchte fixiert. Bestimmte "Vorkulturen" würden außerdem den Pilzbefall fördern. Leguminosen eignen sich aufgrund des engen C/N- Verhältnisses der Ernterückstände gut als Vorfrucht. Für Biogasanlagen bleibt Mais die lukrativste Kultur, gefolgt von Wintergetreide (Ganzpflanzensilage). Politische Regelungen (Maisdeckel) sorgen in Zukunft jedoch dafür, dass alternative Überlegungen zum Mais als "Energiespender" angestellt werden müssen. Bei Sorghum ist beispielsweise ein positiver Aufwärtstrend festzustellen.

Brigitte Braun-Michels