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Landwirte haben mehr Getreide und Raps geerntet

Agrar News
22.08.2013

Erntebericht 2013: Deutscher Bauernverband (DBV) zufrieden

Mit 46,8 Mio. t Getreide und 5,6 Mio. t Raps ist die Ernte in Deutschland nach einem schwierigen Vegetationsverlauf doch noch ordentlich ausgefallen. Damit liegt die diesjährige Getreideernte gut drei Prozent oberhalb des Vorjahresergebnisses. Beim Raps konnte das niedrige Vorjahresergebnis sogar um knapp 17 Prozent übertroffen werden. Dies geht aus der abschließenden Erntemeldung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor, welche auf Meldungen der Landesbauernverbände über die tatsächlich geernteten Mengen beruht. Auch im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 sind die Getreide- und insbesondere die Rapsernte höher ausgefallen.

Weizen: Zwölf Prozent mehr

Die wichtigste Getreidekultur in Deutschland ist Winterweizen mit einer Anbaufläche von knapp 3,1 Mio. ha. Nach den bisherigen Ergebnissen ist im Bundesdurchschnitt mit Hektarerträgen von 7,8 t zu rechnen (gegenüber Vorjahr VJ: plus 0,4 t/ha). Unter Zugrundelegung der Anbaufläche ist in diesem Jahr somit eine Winterweizenernte von 23,9 Mio. t zu erwarten (gegenüber VJ: plus 12 Prozent).

Die diesjährige Erntemenge der Wintergerste beträgt knapp 8,2 Mio. t und liegt damit fast 1,1 Mio. t oberhalb des Vorjahresergebnisses. Zurückzuführen ist dies auf eine um gut 120.000 ha größere Anbaufläche von 1,2 Mio. ha und auf Erträge von 6,7 t/ha (gegenüber VJ: plus 0,2 t/ha). Der Anbau von Sommergerste und Sommerweizen war im Vergleich zum Vorjahr um knapp 39 Prozent zurückgegangen. Sowohl die Erträge von Sommergerste mit 5,5 t/ha als auch von Sommerweizen mit 6,2 t/ha liegen leicht unter dem sehr guten Vorjahr. Gegenüber 2012 wurde der Anbau von Winterroggen mit elf Prozent Flächenzuwachs erneut deutlich ausgedehnt. Mit Erträgen von durchschnittlich 5,8 t/ha übertreffen sie das hohe Vorjahresniveau um knapp sieben Prozent.

Winterraps: Anbaufläche ausgedehnt

Zur Ernte 2013 stand Winterraps auf einer Fläche von rund 1,4 Mio. ha. Die mit 5,6 Mio. t um knapp 803.000 t bzw. knapp 17 Prozent größere Erntemenge als im Jahr 2012 ist somit in erster Linie auf die Flächenausweitung von 160.000 ha zurückzuführen. Die Erträge entsprechen mit 3,8 t/ha (VJ: 3,7 t/ha) in etwa dem langjährigen Durchschnitt. Die Ölgehalte schwanken im Bereich von 39 Prozent bis zu 45 Prozent und fallen mit 42 Prozent bis 44 Prozent überwiegend hoch aus.

Für die Kulturen Mais und Zuckerrüben zeichnet sich schon heute deutlich ab, dass die hohen Erntemengen des vergangenen Jahres aufgrund der Witterungsbedingungen und Flächeneinschränkungen nicht erreicht werden.