Informieren Sie sich hier zu den Vorteilen der Hybridtechnologie

  • Überlegen bei Spätsaaten

    Hinsichtlich der Saatzeit bieten die Hyvido Hybriden erheblich mehr Flexibilität als konventionelle Sorten. Auch Spätsaaten bis weit in den Oktober hinein sind auf den meisten Standorten ohne signifikanten Ertragseinbruch möglich und eröffnen so neue Möglichkeiten der Frucht-folgegestaltung: Hybridgerste kann problemlos auch nach späträumenden Kulturen wie Mais oder nach früh gerodeten Zuckerrüben angebaut werden.

    Darüber hinaus sind geringere Verungrasung, verminderter Vektoren- und Virusbefall, Minderung des Fusarium-Drucks nach Mais und die Enzerrung von Arbeitsspitzen zur Aussaat weitere Vorteile der spätsaatverträglichen Hyvido Sorten.

    Aussaatflexibilität und Konkurrenzstärke

    Konkurrenzstark gegen Ungräser

    Die Zunahme von schwer bekämpfbaren Ungräsern wie Acker-fuchsschwanz und Windhalm durch die fortschreitende Resistenzentwicklung gegen Herbizide erfordert immer häufiger neue Wege in der Behandlungsstrategie. Der Anbau von Hybridgerste kann sich dabei zukünftig als möglicher Baustein erweisen.

    Zum einen eröffnet die Spätsaatmöglichkeit der Hybriden eine bessere Kontrolle bereits im Herbst. Zum anderen stellt die Hybridgerste durch ihr ausgeprägtes Wurzelwerk, ihre zügige Bestandsentwicklung und die größere Blattfläche eine starke Konkurrenz für Ungräser im Frühjahr dar.

    Unabhängige Untersuchungen in England haben gezeigt, dass Hybridgerste (250 Körner/m²) in Kombination mit einer potenten Herbst-Herbizidbehandlung die Bildung von Ackerfuchsschwanzähren bei massivem Druck um 85% reduzieren konnte. Wesentlich besser als das in Parzellen mit zweizeiliger Gerste oder Weizen (je 350 K/m²) der Fall war. Bei der Reduzierung des Sameneintrags fiel der Effekt noch deutlicher aus. Auch in Deutschland wird dieser Fragestellung zur Zeit in Versuchen nachgegangen.

  • Überlegenes Wurzelsystem

    Bei Hyvido Hybridgerstensorten führt der Heterosiseffekt zur Ausbildung eines besonders leistungsstarken Wurzelsystems. Im Vergleich zu Liniensorten beginnen die Hybriden früher und schneller mit der Wurzelneubildung nach der Vegetationsruhe und bilden eine höhere Wurzelmasse sowie -dichte.

    Insbesondere die höhere Anzahl an Kronenwurzeln begünstigt deutlich die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Stressphasen oder ungünstige Standortbedingungen können so von den Pflanzen besser überkommen werden, was entscheidend zur Ertragsstabilität beiträgt.

    Überlegene Hybrid-Vitalität

    Starkes Bestockungsvermögen

    Für den oberirdischen Teil der Pflanze ergeben sich aus dem leistungsfähigeren Wurzelwerk vor allem eine schnellere Blattneubildung nach der Vegetationsruhe und eine stärkere Bestockung. Es ist daher wichtig, die Aussaatstärke der Hybridgerste entsprechend der sortenspezifischen Empfehlung deutlich zu reduzieren. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Saatgutkosten je Hektar aus, sondern führt auch zur optimalen Entwicklung der Einzelpflanzen. Gute Sätechnik und gleichmäßigen Auflauf vorausgesetzt, holen die Hybriden in der Bestandesdichte (Triebe/m²) meist schon im März die Liniensorten ein.

    Vitalere Pflanzen

    Die Gesamtpflanzen der Hybridgerste heben sich von den Liniensorten durch eine höhere Vitalitat und Wüchsigkeit ab. So schließen sich die aufgrund der verringerten Saatstärke zunächst teils dünn wirkenden Bestände im Frühjahr sehr schnell und bilden einen kräftigen Blattapparat aus.

    Das ermöglicht eine hohe Photosynthese-Leistung und verleiht erhöhte Konkurrenzkraft gegen auftretende Ungräser und Unkräuter. Besonders das bis zu 3 mal größere Fahnenblatt der Hybriden kann einen wesentlichen Beitrag zur Ertragsbildung leisten. Ein Schutz vor Blattkrankheiten bis zur Abreife durch eine lang wirksame Fungizidmaßnahme, z.B. mit Elatus™ Era Opti, macht sich so besonders bezahlt.

    Mehr größere Ähren je Pflanze

    Durch die starke Bestockung und Vitalität bildet die Hybridgerste mehr Ähren je Pflanze (im Schnitt der letzen 3 Jahre 3,7 gegenüber 2,6 bei den mehrzeiligen Linien auf den Referenzfeldern). Eine positive Auswirkung des Heterosis-Effekts ist, dass die Hybrid-Ähren zudem eine höhere Kornzahl je Ähre aufweisen.

    So wird nicht nur die Grundlage für hohen Einzelpflanzenertrag geschaffen. Gleichzeitig ist auch der relative Anteil kleinerer, endständiger Körner reduziert, was sich positiv auf Sortierung und Qualität des Ernteguts auswirkt. Da die Hierarchie zwischen den Trieben verschiedener Ordnung bei der Hybridgerste nur schwach ausgeprägt ist, besitzen auch die Ähren der Nebentriebe in der Regel nur geringfügig weniger Körner als die Hauptähren.

  • Mehrjährig überlegen im Ertrag

    Die speziellen Eigenschaften der Hybridgerste führen zu einem erhöhten Ertragspotenzial, dass sich bei Anwendung des angepassten Anbausystems auch in deutlichen Mehrerträgen niederschlägt. Besonders unter den heterogenen Bedingungen des Praxisanbaus kommen die Vorteile des leistungsfähigeren Wurzelwerks und der hohen Kompensationsfähigkeit voll zum Tragen.

    Entsprechend sind die Hybriden marktführenden konventionellen Sorten in den Anbauvergleichen des Referenzfeldnetzwerks im dreijährigen Durchschnitt um fast 7% im Ertrag überlegen. Der Ertragsvorteil der Hyvido Sorten zeigt sich auch unter den eher homogenen Verhältnissen der Landessortenversuche, fällt aber hier etwas geringer aus.

    Mehr Ertrag und Ertragsstabilität

    Stabile Leistung in allen Umwelten

    Neben einem möglichst hohen Ertrag in jedem Jahr kommt es beim Gerstenanbau auch auf die Zuverlässigkeit einer Sorte an verschiedenen Standorten und unter unterschiedlichen Boden- und Witterungsbedingungen an. Dass Hybridgerste in diesem Punkt überlegen ist, zeigt das Beispiel der Sorte Wootan, die in allen LSV 2016 als Verrechnungssorte geprüft wurde.

    Wootan hat nicht nur den höchsten Durchschnittsertrag, sondern weist auch eine nur geringe relative Schwankung zwischen den Standorten auf.

    Das unterstreicht die breite Anbaueignung und das hohe Kompensationsvermögen der Hybridgerste auch unter schwierigen und stark wechselnden Bedingungen.

    Überzeugend auch auf schwierigen Standorten

    Höchste Gerstenerträge lassen sich natürlich auf guten Böden unter optimalen Bedingungen erzielen. Das gilt für koventionelle Sorten wie auch für Hybridgerste. Überwiegend findet der Gerstenanbau aber nicht auf Idealstandorten statt.

    Wo Faktoren wie mangelnde Bodengüte (sehr leichte, schwere oder stark wechselnde Böden), eingeschränkte Nährstoffverfügbarkeit, Trockenstress usw. auftreten, kann die Gerste schnell negativ reagieren und starke Ertragsschwankungen zeigen.

    Unter diesen typischen Praxisbedingungen zeigen sich die Hybriden dagegen besonders ertragsstabil. Der Vorteil gegenüber konventioneller Gerste ist hier besonders ausgeprägt.

  • Mehrjährig mehr Sicherheit beim Hektoliter-Gewicht

    Neben einer zuverlässig hohen Ertragsleistung spielt auch die Kornqualität – vor allem das Hektolitergewicht – im Gerstenanbau eine Rolle. Hyvido Sorten weisen in diesem Merkmal seit Jahren einen Vorteil gegenüber den meisten konventionellen Mehrzeilern auf und erreichen oftmals das hohe Niveau von zweizeiligen Sorten.

    Das Erntejahr 2016 stellte mit generell schwachen Gerstenqualitäten und niedrigen hl-Gewichten eine Ausnahme dar. Dadurch wurden auch die unten dargestellten dreijährigen Mittelwerte von den fast 100 Standorten des Referenzfeldnetzwerkes negativ beeinflusst. In den beiden Vorjahren lagen die mittleren Werte mit 64,2 kg/hl bei Hyvido und 63,5 kg/hl bei den mehrzeiligen Linien im langjährigen Erwartungsbereich.

    Top-Kornqualität

  • Mehr Protein vom Hektar

    Da Wintergerste zum allergrößten Teil zur Verwendung als Futtermittel angebaut wird, kommt auch dem Eiweißgehalt des Ernteguts eine Bedeutung zu.

    Durch das bessere Nährstoffaneignungs-vermögen der Hybridgerste findet trotz des höheren Kornertrags bei diesem Parameter kein Verdünnungseffekt statt.

    Bei identischer Stickstoffdüngung ergibt sich so im dreijährigen Mittel auch ein höherer Eiweißertrag von über 0,6 dt/ha im Vergleich zu konventionellen Mehrzeilern (+ 0,4 dt/ha gegenüber Zweizeilern).

    Stickstoff-Effizienz und Proteinertrag

    Höhere Stickstoff-Effizienz

    Neben der Tatsache, dass man so mit Hybridgerste mehr hochwertiges Futter je Hektar erzeugen kann, bedeutet dies auch, dass Hyvido Sorten über das Erntegut einen um knapp 10 kg/ha höheren Stickstoffentzug von der Fläche aufweisen. Im Zuge der Umsetzung der neuen Düngeverordnung kann das ein positiver Faktor für die Einhaltung von N-Kontrollwerten sein.

    Die höhere Stickstoff-Effizienz der Hybridgerste bedeutet andererseits, dass sich je kg Stickstoff mehr Ertrag erzeugen lässt bzw. der Ertrag bei Reduzierung der N-Düngung weniger stark zurückgeht als bei herkömmlicher Gerste. Dies konnte auch in Exaktversuchen eindrücklich belegt werden.

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