| Verwendung
Saflor wird heute wegen seines Fettgehaltes angebaut (30-36
%).
Er liefert ein fast farbloses Speiseöl, das reich an Linolsäure
ist. Vereinzelt gelangen die Samen auch als Vogelfutter in
den Handel. Ursprünglich lag die Bedeutung im Farbstoff der
Blüten, der für die Färbung von Stoffen und Nahrungsmitteln
eingesetzt wurde.
Boden und Klima
Saflor gedeiht am besten auf tiefgründigen Böden mit hoher
Wasserhaltefähigkeit oder auch auf leichteren Böden, bei ausreichenden
und gut verteilten Niederschlägen. Er keimt zwar schon
bei geringen Temperaturen, ideal sind aber solche von 14 °
C aufwärts. Im Rosettenstadium verträgt Saflor Minustemperaturen
von bis zu - 7° C, während des Längenwachstums bis zur Reife
ist er aber sehr frostempfindlich. Warme Temperaturen, sonnige
und trockene Bedingungen während der Blüte und Kornfüllungsphase
sind ideal.
Sortenbeispiele
Saffire, Canada Pannonia, Ungarn
Alarosa, Spanien Centennial, USA
Düngung (kg/ha)
Stickstoff N |
Phosphat P2O5 /ha |
Kali K2O |
Kalk (CaO) |
Organische Düngung |
50-1001 |
30 |
60 |
Zur
Vorfrucht |
Keine |
Saflor hat tiefere Wurzeln als andere Arten
und kann daher die Nährstoffvorräte auch aus tieferen Schichten
nutzen. Phosphat- und Kali-Gaben sind nur bei unterversorgten
Böden wirklich notwendig.
Anbau
Anbautermin |
1000
Kornmasse g |
Reihenweite
in cm |
Saattiefe |
Pflanzen/m² |
Saatstärke
für 100m² |
Mai |
30-40
g |
15-35
cm |
2,5-3,5cm |
60 |
25-40
kg/ha |
Weite Reihenabstände vermindern zwar die Krankheitsanfälligkeit,
fördern aber den Unkrautwuchs, die Neigung zur Verzweigung
und eine ungleiche bzw. späte Reife.
Unkrautregulierung
Wegen des späten Anbaus empfiehlt sich eine mechanische Unkrautbekämpfung
vor dem Anbau. Ein dichter Bestand kann eine gute unkrautunterdrückende
Wirkung haben. Bei weiten Reihenabständen kann zwischen den
Reihen Unkraut bekämpft werden. In den USA ist Dual (Metolachlor)
und Treflan (Trifluralin) als Vorauflaufherbizid gegen Gräser
und manche breitblättrige Unkräuter zugelassen.
Krankheiten und Schädlinge
Schädlinge treten selten in bestandesgefährdendem Ausmaß auf.
Drahtwürmer und andere können Saatgut und Jungpflanzen schädigen,
später können Thrips, Blattwanzen und Blattläuse auftreten
(
KARATE ZEON
). Durch Krankheiten können größere Schäden entstehen. Insbesondere
Alternaria carthami tritt bei überdurchschnittlichen Niederschlägen
und Perioden mit hoher Luftfeuchtigkeit verstärkt auf (
SCORE
). Alternaria fällt durch große braune unregelmäßige Flecken
auf. Rost stellt normalerweise kein Problem dar. Bei hoher
Luftfeuchtigkeit können Sklerotinia und Botrytis Blütenwelke
verursachen.
Ernte
Saflor ist erntereif wenn die meisten Blätter sich braun verfärbt
haben und nur noch wenige grüne Köpfchen sichtbar sind. Saflor
sollte dann sofort gedroschen werden, weil sich sonst die
Samen verfärben oder gar im Köpfchen zu keimen beginnen. Die
Dreschtrommeldrehzahl sollte bei 550 U/minliegen um eine Beschädigung
der Körner zu vermeiden. Die Windgeschwindigkeit ist so zu
wählen, dass taube Körner, Pappushaare und Stroh sicher entfernt
werden. Die Pappushaare können Luftansaugsiebe und Filter
verlegen und sind daher regelmäßig zu entfernen. Für eine
sichere Langzeitlagerung sollte der Feuchtigkeitsgehalt 10
% nicht übersteigen.
|