Kulturen - Arznei- und Gewürzpflanzen - Ölkürbis
 
 
Ölkürbis (Cucurbita pepo convar.
citrullina var. Styriaca, Kürbisgewächse, Cucurbitaceae )

ÖlkürbisGeschätzte Anbaufläche
Deutschland ca. 500 ha,
Österreich ca. 1200 ha

Verwendung
Die fetthaltigen Samen können als Knabberkerne verwendet werden, hauptsächlich werden
sie aber zu Speiseöl weiter-verarbeitet. Das Öl hat eine dunkelgrüne Farbe und einen nussigen Geschmack. 

Boden und Klima
Kürbis wächst am besten in feucht-warmen Klimaten. Der Boden sollte humos, muss aber nicht nährstoffreich sein. Kürbis ist frostempfindlich. Ausreichende Wasserversorgung ist notwendig.

Sortenbeispiele

Ölkürbis
Markant Buschtyp kurztriebig unbeschalt frei abblühend
Retzer Gold langtriebig unbeschalt frei abblühend
Sepp Buschtyp kurztriebig unbeschalt frei abblühend
Steirer Hybrid langtriebig unbeschalt -
Wies 371 langtriebig unbeschalt frei abblühend


Düngung (kg/ha)

Stickstoff N Phosphat P2O5 Kali K2 Kalk (CaO) Organische Düngung 
40-70
100
130 
 ja

Bei Stallmistgaben sollte die damit ausgebrachte Stickstoffmenge bei der Bemessung dermineralischen Düngung berücksichtigt werden. Zu hohe Stickstoffzufuhr führt eher zu mastigem Wuchs als zu hohen Samenerträgen. 

Anbau 

Anbautermin 1000 Kornmasse g Reihenweite in cm Saattiefe in cm Saatstärke kg/ha
Mitte Mai 150-210 200  2 4-6

Der Anbau erfolgt durch Einzelkornsaat wenn keine Gefahr von Frösten mehr besteht. 

Unkrautregulierung
Mehrmalige Hacke zwischen den Reihen um den Bestand unkrautfrei zu halten. In Deutschland sind derzeit keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.

Krankheiten und Schädlinge 
Echter und Falscher Mehltau, Brennfleckenkrankheit. Neuerdings trat Zucchinigelbmosaikvirus auf, das durch Blattläuse oder mechanische Verletzungen übertragen wird. 

Ernte und Ertrag
Nach Eintrocknung der vegetativen Pflanzenteile bleiben die Kürbisse zur Nachreife auf dem Feld. Die Gewinnung der Kerne erfolgte früher händisch, heute stehen Erntemaschinen zur Verfügung. Danach werden die Kerne gewaschen und getrocknet. Restfeuchte max. 8%. Erträge von bis zu 1.000 kg/ha Samen sind möglich.