|
Stickstoff N |
Phosphat P2O5 |
Kali K2O |
Kalk (CaO) |
Organische Düngung dt/ha |
Einjähriger
70
Zweij.:
40 +40+40 |
50 |
90 |
Zur Vorfrucht |
Zur
Vorfrucht |
N-Gabenteilung für den zweijährigen Kümmel: Zum Anbau im Sommer
nach einer frühräumenden Kultur die ersten 40 kg (auf nährstoffarmen
Böden sogar etwas mehr), bei schlechter Entwicklung noch eine
zusätzliche Herbstgabe, damit ausreichend starke Pflanzen
in den Winter gehen. Sind die Pflanzen zu schwach kommen sie
im Folgejahr nicht zur Blüte. Die nächsten N-Gaben im zeitigen
Frühjahr und vor dem Schoßen. Bei einjährigem Kümmel
erfolgt die Stickstoffdüngung vor dem Anbau im Frühjahr.
Anbau:
Anbautermin |
1000
Kornmasse g |
Reihenweite |
Saattiefe |
Pflanzen/m² |
Saatstärke |
| Zweij:
III - Ende VII
Einj.:
Anf. IV |
3,5 |
20-30
cm |
1-2
cm |
60-70 |
6-8
kg/ha |
Anbau mit Drillmaschine in ein seichtes, rückverfestigtes
Saatbett. Einjähriger Kümmel sollte mit höherer Saatstärke
und engerem Reihenabstand angebaut werden. Zweijähriger
Kümmel kann in günstigen Lagen nach der Ernte einer frühräumenden
Kulturart bis Ende Juli angebaut werden. Üblich ist
auch ein Anbau unter Deckfrucht (meist Getreide) nach erfolgten
Pflanzenschutzmaßnahmen, in einer Saatstärke von etwa 10
kg/ha. Dadurch werden Arbeitsgänge eingespart und eine Begrünung
sichergestellt. Da Kümmel im ersten Jahr nur eine Blattrosette
bildet, ist die Gefahr des Überwachsens nicht gegeben.
Unkrautregulierung
Wie bei allen Spezialkulturen sollten nur unkrautarme
Flächen für den Kümmelanbau herangezogen werden. Durch seine
tiefe Pfahlwurzel ist Kümmel gut im Boden verankert und
Unkraut kann daher leicht mechanisch (Hacken und Striegeln)
bekämpft werden oder
LENTAGRAN WP
gegen breitblättrige Unkräuter einsetzen (Genehmigung nach
§ 18a PflSchG). In Österreich ist zur Unkrautbekämpfung
im zweiten Jahr zu Vegetationsbeginn Glufosinat-Ammonium
zugelassen.
Schädlinge und Krankheiten

Nach
dem Aufgang kann es zu Schneckenfraß kommen.
Ab April findet man die orangegelben Eigelege der
Kümmelmotte in den Blattachseln. Die Raupen minieren
die Stängel, was zu Ertragseinbußen führen kann. Die Kümmelgallmilbe
verursacht Chlorosen und Verkräuselungen. Weiters können
auftreten: Sklerotinia, Echter und Falscher
Mehltau. Zur Bekämpfung von Blattläusen:
PIRIMOR-GRANULAT
0,3 kg /ha
Ernte und Ertrag
Die Ernte kann beginnen, wenn der Bestand eine rötlich braune
Färbung angenommen hat. Um das Erntegut zu schonen und die
Verluste gering zu halten ist vorsichtig zu dreschen. (Verlängerung
des Schneidtisches, Verringerung der Dreschtrommeldrehzahl,
laufende Überprüfung der Windeinstellung). Bei Verletzung
der Früchte kann ätherisches Öl austreten und damit die
Qualität sinken. Praxiserträge 1.000 bis 2.000 kg/ha. Meist
müssen die Früchte bei max. 35 °C auf 10- max.12 % Feuchte
nachgetrocknet werden. Handelsware sollte eine Reinheit
von 99,5 % aufweisen.