| Verwendung
Knoblauch hat einen süßlich-schwefeligen scharfen
Geschmack, der nicht jedermann zusagt.
Er findet frisch oder getrocknet
in Stücken oder als Pulver in der Küche Verwendung.
Ihm wird
eine antisklerotische Wirkung zugeschrieben. In manchen
Ländern finden auch die frischen Blätter Verwendung.
Boden und Klima
Knoblauch bevorzugt Böden mit gutem Wasserspeicher vermögen,
die aber nicht zur Verschlämmung neigen und
eine gute Humusversorgung aufweisen. Sehr schwere Böden,
die zur Austrocknung neigen, können das Wachstum behindern
und auch zu unregelmäßig verformten Zwiebelnführen.Knoblauch
ist winterhart und hat eine weite ökologische Streubreite.
Sortenbeispiele
Knoblauch kann bis jetzt nur vegetativ (Zehen
oder Brutzwiebeln) vermehrt werden, obwohl schon Stämme
mit echten Samen gezüchtet wurden, die aber noch nicht
wirtschaftlich sind. Bei den Sorten handelt es sich eher um
Herkünfte als um echte Sorten.
Thüringer, Echo , Deutschland
Laaer, Österreich,
Messidrome, Frankreich
Düngung (kg/ha)
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Stickstoff N |
Phosphat P2O5 |
Kali K2O |
Kalk (CaO) |
Organische Düngung dt/ha |
| 70-125 |
50-70 |
130-160 |
1.500 |
300 |
Kalkung, falls Bedarf besteht, sollte vor der
Pflanzung erfolgen. Der Versorgungsgrad des Bodens mit organischer
Substanz sollte langfristig verbessert werden. Stickstoffgaben
werden geteilt, in mehrere Einzelgaben, die letzte 4-6 Wochen
vor der Ernte.
Anbau:
| Anbautermin |
1000
Kornmasse g |
Reihen-
weite |
Saattiefe |
Pflanzen/m² |
Saatstärke |
| Herbst oder Frühjahr |
>20 cm |
7-12 cm |
3-7 cm |
40-50 |
700-1000 kg/ha |
Die Zwiebeln werden in Einfach- oder Doppel-
bzw. auch Mehrfachreihen gelegt. Bei sandigeren oder humosen
Böden sind Pflanztiefen von 7 cm zu empfehlen. Bei Frühjahrsanbau
kann Knoblauch seichter gebaut werden. Für den kommerziellen
Anbau gibt es Pflanzmaschinen, händischer Anbau ist nur
auf kleinen Flächen zu empfehlen.
Unkrautregulierung
Da Knoblauch nur eine geringe Konkurrenzkraft besitzt, ist
der Unkrautbekämpfung besonderes Augenmerk zu schenken.
Tiefe Reihenhacke nahe den Pflanzen sollte vermieden werden,
weil die Verletzungsgefahr zu groß ist. Eine Handhacke
wird sich oft nicht vermeiden lassen.
Schädlinge und Krankheiten
Fusarium tritt an der Basalplatte und den Wurzeln auf.
Bodenbürtige Krankheitserreger befallen die Wurzeln und
führen zu leeren, bräunlich verfärbten nicht
mehr funktionsfähigen Wurzeln. Die Basalplatte ist mit
einem rosafarbenen Mycel bedeckt. Die ersten sichtbaren Symptome
zeigen sich am Vergilben der Blattspitzen. Da der Erreger
im Boden überlebt, ist eine gesunde Fruchtfolge mit Anbaupausen
zwischen verwandten Arten (Zwiebel, Lauch etc.) einzuhalten. Grauschimmel
befällt Knoblauch am Lager und überzieht vor allem
die Basis der Zwiebel mit einem blau-grünen Belag. Viele
Herkünfte sind latent mit Viren befallen, die meist nur
bei Stress oder Wachstumsstillstand zu Schäden führen.
Den Befallsdruck kann man durch die Verwendung von möglichst
virusfreiem Pflanzmaterial und Bekämpfung der Blattläuse
vermindern. Zwiebel- und Stängelnematoden können
in manchen Gebieten gefährlich werden. Weitere Schädlinge:
Thrips und Drahtwürmer.
Ernte und Ertrag
Die Ernte kann beginnen, wenn die Blattspitzen trocken
werden, sich verfärben und nach unten biegen. Ein weiteres
Zeichen der Reife ist die verminderte Dicke der Mantelblätter,
die die Zwiebel umgeben. Zu frühe Ernte führt zu
unreifen Zehen, die zum Schrumpfen neigen, verspätete
Ernte zu fleckigen teilweise fehlenden Hüllblättern
mit sichtbaren Zehen. Der Bestand wird meist mit Zwiebelrodern
geerntet, restliche Blätter werden entfernt bzw. gekürzt.
Knoblauch wird oft nachgetrocknet und
muss in gut durchlüfteten Behältnissen gelagert
werden. Eine Langzeitlagerung (5 - 8 Monate) ist bei 0° C
und einer Luftfeuchtigkeit von 60-70% möglich. Zwiebelertrag
frisch: 130-250 dt/ha.
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