Kulturen - Arznei- und Gewürzpflanzen - Amarant
 
 
Amarant

AmarantVerwendung
Das Mehl kann zu Brot, Nudeln etc. verarbeitet werden. Amarant enthält
12 - 17 % Protein und viel Lysin.
Es ist besonders für Menschen geeignet,
die an Weizenallergie leiden. Die Samen können wie Popkorn gepopt werden. 

Boden und Klima
Amarant hat keine besonderen Ansprüche
an den Boden, skelettreiche Böden sind
aber wegen der kleinen Samen schlecht geeignet. Er ist trocken-resistent, braucht aber während der Keimung genügend Bodenfeuchtigkeit. Er gedeiht innerhalb
eines weiten Klimabereichs, bevorzugt aber sonnenreiche
und warme Lagen.

Sortenbeispiele
Zur Zeit keine Angaben.

Düngung (kg/ha)

Stickstoff N Phosphat P2O5   Kali kg K2O /ha  Kalk (CaO) Organische Düngung 
75 25 40  Zur Vorfrucht   Zur Vorfrucht




Leguminosen als Vorfrucht bzw. hohe Stickstoffgaben sind wegen der besonderen Lagergefahr zu vermeiden.

Anbau 
Wegen des sehr kleinen Saatgutes wird ein feines und festes Saatbett benötigt.Für die Keimung sind Bodentemperaturen von 16 - 18 ° C erforderlich, später verträgt Amarant wieder niedrigere Temperaturen.

Anbautermin 1000 Kornmasse g Reihenweite Saattiefe Pflanzen/m² Saatstärke
Ende V 0,4 - 1,2 g 45-60 cm 1-2 cm  350.000 0,5 - 2 kg

Es wird eine hohe Bestandesdicht angestrebt, um einzelne Stämme mit wenigen Verzweigungen hervorzubringen. Die Saat kann entweder mit Spezialmaschinen, wie sie im Gemüsebau üblich sind erfolgen, oder mit einer exakten Drillsaat, wobei das Saatgut mit Grieß „ gestreckt" wird.

Unkrautregulierung
Wegen des späten Anbaus sind die meisten Unkräuter zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegangen. Sie können vor dem Anbau des Amarants leicht mechanisch bekämpft werden. Wegen des langsamen Jugendwachstums ist eine ein- bzw. mehrmalige Reihenhacke angebracht. Derzeit sind keine
chemischen Unkrautbekämpfungsmittel zugelassen.

Krankheiten und Schädlinge 
Es treten kaum pilzliche Schaderreger auf, allenfalls Keimlingskrankheiten wie Pythium oder Rhizoctonia. Bis jetzt sind auch nur wenige Schädlinge aufgetreten, vereinzelt Erdflöhe, manchmal auch Blattwanzen, die an den Blüten saugen und in der Kornfüllungsphase zu Schäden führen können.

Ernte 
Die Ernte muss als schwierig bezeichnet werden. Normalerweise muss der Bestand abfrosten, weil die im Herbst noch immer grünen Pflanzen nicht zu dreschen sind. Danach sollte trockenes Wetter folgen, da beim Drusch die kleinen Samen sonst an den feuchten Blättern haften bleiben. Amarant neigt auch zu erhöhtem Ausfall, weshalb am Mähdrescher Adaptierungen vorgenommen werden müssen. Hohe Dreschtrommel-drehzahlen können die Samen beschädigen, geeignete Siebe sind für die hohen Reinigungserfordernisse notwendig. Der Ertrag liegt zwischen 600 und 1.500 kg/ha. Da zumeist doch relativ viel Blattmaterial ins Erntegut gelangt, ist in vielen Fällen eine Trocknung nötig. Maximale Feuchtigkeit für die Lagerung: 11 %.